619mixG1FdL._SL500_AA300_Nach 3 Jahren warten war es heute endlich so weit: Der Linzer Rapper Chakuza releast sein neues Album. Es trägt den Namen Magnolia. Inzwischen hat sich bei Chak viel getan. Er hat Bushidos Label ersguterjunge verlasen und steht nur bei FourMusic unter Vertag. Auch seinen aggressiven und ignoranten Sound hat der Österreicher abgelegt. Magnolia ist anders. Magnolia klingt schön. Und Magnolia erscheint in drei verschiedenen Versionen:  Die normale Version hat 14 Tracks, die Premium Version im Digipack 18 und die Limited Amazon Edition enthält das Digipack, ein T-Shirt und ein besticktes Wandbild.

Es scheint als hätte Chakuza „zu sich selbst gefunden“. Er wirkt weitaus reifer und erwachsener als noch zu Zeiten von City Cobra. Das gesamte Album ist sehr melancholisch. Und schön. Allein schon die erste Singleauskopplung „Ich Lauf“ lies vermuten, dass das Album was großes wird. Das harte Image wurde abgelegt und wicht einer persönlichen Reflektion. Oftmals thematisiert er eigene Fehler die er in seinem Leben bis dato begangen hat. Aber es gibt auch Lieder die nicht nur selbstkritisch sind. Eines davon ist „Hollywoodliebe“, ein Lied für Paare bei denen es auch mal ordentlich Zank gibt. Es zeigt, dass auch hinter jedem Streit wieder Fröhlichkeit einkehrt und man letztendlich die Person die man liebt braucht.

„Ich befürchte ganz egal auf welcher Wolke ich nun schwebe
Wir als Paar führen eine Hollywoodehe
Und doch führ‘ ich mein Mädchen trotz den Fehlern, die ich habe
Irgendwann mal zum Altar – Telenovelafinale“

Soundtrack deines Lebens“ ist ein Lied, welches sehr gut zu unserer Jugend passt: Man geht in Bars, trinkt etwas, noch etwas, etwas mehr…und dann kommt der totale Absturz. Man selbst sagt sich dann: Das war das letzte Mal! Und am nächsten Wochenende geht es dann wieder los. Also für viele Leute ist es wirklich der Soundtrack des Lebens.

Chakuza hat sich auch einige Featuregäste ins Boot geholt. Sebastian Madsen, Frontsänger der Band Madsen, sollte wohl der bekannteste sein. Auch das österreichische Talent Gerard MC, gefeiert für seine Lieder Lissabon und Manchmal, bekommt seinen Auftritt. Auch das Mitglied Jonas der Newcomer-Band OK Kid supportet Chakuza auf dem Track Irgendwie/Irgendwas. Komplettiert wird das Featurequartett von Jonathan Walter, einem deutschen Singer/Songwriter der zum Beispiel das offizielle Lied zur EM 2008 schrieb.

Alles in allem ist Magnolia ein extrem stimmiges Album. Es geht straight in eine Richtung und wagt keine Experimente in verschiedene Richtungen. Wer auf krasse Reimketten und zerberstende Reime steht, der ist hier falsch. Aber für all diejenigen Leute die gerne deepe Tracks hören, die einenn zum Nachdenken anregen, ist es ein wunderbares Album. Außerdem ist es glaubwürdig. Also man kauft Chakuza das alles so ab wie er es sagt. Ich persönlich finde auch die Wandlung Chakuzas krass. Und zwar im positiven Sinne. Er gibt in diesem Album unfassbar viel Persönliches preis. Der Tod seiner Mutter, die Scheidung seiner Eltern, falsche Freundschaften und die Angst vor dem Ende der Karriere sind nur ein paar der Themen.

Also mir gefällt das Album sehr gut. Wie sieht’s bei euch aus? Zu melancholisch oder genau richtig zum Nachdeknen? Lasst uns eure Meinung in den Kommentaren!