Wenn mich einer fragt was die beste Serie der Welt ist, dann würde ich kurz zögern, in mich gehen und vollen Willens „House of Cards“ sagen. Als ich dann heute Abend, wie jeden Montag, um Viertel nach zehn Pro7 einschaltete und diese helle Melodie erhörte, dann – der Amerikaner würde jetzt sagen – HalliGalli had me like „Oh my gosh“. Grinsend musste ich dann daran denken, dass diese einmalige Serie namens Circus HallIGalli es wieder gepackt hat: Binnen ca. drei Sekunden saß ich wieder wie gefesselt vor meinem Bildschirm. Nunja, zu Beginn der Show sang ein von der Decke hängender Klaas Helene Fischers Schlager-Hymne „Atemlos durch die Nacht“ um den Echosieg zu feiern. Unterstützung gab es von seinem Partner (des Jahres) Joko, der unfassbar schief sang. Hier haben wir Blamage Nummer 1.

Wie immer gab es nach einem kurzen Hin und Her einen kleinen Außenreport – dieses Mal eine Folge „Mein bester Feind“. Natürlich wäre HalliGalli nicht HalliGalli, wenn es nicht irgendwann eine Spezialausgabe gäbe, diese wurde heute ausgestrahlt. Mit Sido als Moderator wurde Klaas unter Abertausenden Teilnehmern via Facebook auserkoren, die Chance auf einen Fernseher, Klicklaminat und ein Foto einer glücklichen Familie zu erhalten. Ein sehr unwissender Joko wurde aufgefordert auf einem ausverkauften Sido Konzert einen Part im Lied 30-11-80 zu übernehmen. Das heißt, dass Joko neben Rappern wie Afrob, Frauenarzt, Eko Fresh, Bass Sultan Hengzt und eben Sido live rappen solle. Eigens dafür hat Sido einen 16er für Joko verfasst. Nachdem Joko abgelehnt hat wurde er mittels Schwitzkasten doch dazu gebracht, eine Runde „Spontan-Wenn-Ich-Du-Wär“ mit Klaas zu spielen. Am Abend rappte er dann seinen Part vor den 4.000 Zuschauern. Meine Güte muss das peinlich gewesen sein. Die betroffenen Blicke der Rapper, das Buhen des Publikums. Verdammt großes Kino! Joko hat im Übrigen das Taktgefühl von Ailton. Hier hätten wir Blamage Nummer 2.

„Es ist Neunzehn-sechsundneunzig,
meine Freundin ist weg und bräunt sich!“ – Joko Winterscheidt, 30-11-80

10152494_445929858886495_1692820431_nVon Peinlichkeit geplagt zog es Joko dann in den allbekannten Keller in dem kein Geringerer als Aaron  Paul saß! Ja ist das denn zu fassen? Da denkst du es kann nicht besser werden, und dann sitzt da einfach Jesse aus Breaking Bad in der Box. Super! Stolz wie Oskar fand Joko dann heraus, dass beide mal Pizzalieferanten waren. Das ist investigativer Journalismus, Bitch!  Desweiteren verriet Paul, dass der Charakter des Jesse nach der ersten Staffel sterben sollte, die Macher jedoch die Harmonie zwischen Walt und Jesse zu genial fanden. Im Übrigen kommt am 3. April sein neuer Streifen namens “ A long way down“ in die deutschen Kinos!

Als Studiogast wurde im Übrigen Marteria eingeladen. Er redete mit Joko und Klaas über seine Weltreise mit Paul Ripke vor der Veröffentlichung seine neusten Albums „Zum Glück in die Zukunft 2„. Lustig wurde es dann, als Joko und Klaas in der neuen Rubrik „Bitte ein Beat“ ihre Fragen auf bekannten Hip-Hop-Beats rappen mussten. Klaas zum Beispiel löste seine Aufgabe ordentlich, während Joko auf ganzer Linie versagte – ihr könnt es euch wohl schon denken – Blamage Nummer 3.

Auf der Bühne stand heute Stromae, für den Countdown holte man sich keinen Geringeren als Jürgen Milski himself in die Show, der kurz eine kleine Gameshow moderierte. Zusammenfassend wurde heute einfach ein verdammtes Feuerwerk abgefeuert. Blamagen auf hohem Niveau, geniale Gäste, Selbstironie und und und…es gab also fast alles was das Herz begehrt. Fast? Ja, denn: Wir. Wollen. Olli. Schulz.