AirBnB ist in aller Munde! Wieso auch nicht? Der „Onlineübernachtungsdienst“ bietet weltweit mittlerweile über 1 Millionen Übernachtungmöglichkeiten an und damit vielen Reisenden für wenig Geld und auch gerne mal spontan ein weiches Bett und mitunter interessante Blickwinkel fernab vom hektischen Massentourismus auf das eigene Urlaubsziel. Wir haben AirBnB ausprobiert, in Privatzimmern und ganz eigenen Unterkünften, im Vorfeld geplant und auch ganz spontan in drei unterschiedlichen Städten in Andalusien, Spanien.

Einfach und günstig reisen mit AirBnB

AirBnB in Spanien ist einfach! In der beliebten Urlaubsregion Andalusien im Süden Spaniens gibt es zahlreiche „Hosts“, Gastgeber, die privat ihre Unterkünfte teilen oder komplett als ganze Unterkunft vermieten. Erste Erfahrungen haben wir im Oktober in Malaga gemacht. Unter anderem AirBnB Gastgeber ist hier seit gut einem Jahr Silvio aus Italien. Inmitten des Stadtzentrums nächtigen wir für 27 Euro (zuzüglich 3 Euro AirBnB-Gebühren) in seinem Gästezimmer, haben nur 10-15 Minuten Fußweg zum Strand, einen Supermarkt um die Ecke und tolle spanische Bars im direkten Umfeld. Hotels um die Ecke? Fehlanzeige! Und wenn sich doch eines findet, glänzen schon 4 oder mehr Sterne an der Eingangstür und der später bei Booking.com gecheckte Preis pro Nacht lässt einen Schlucken. Vorteil 1 für AirBnB also: Der Preis! Wer sparen will oder einfach keine volle Reisekasse hat, findet bei AirBnB tolle Möglichkeiten, günstig und auf besondere Art und Weise unterzukommen.

Blick auf die Altstadt - von der eigenen Terrasse in Sevilla.
Blick auf die Altstadt – von der eigenen Terrasse in Sevilla.

Zurück zu Silvio. Der bietet sein Gästezimmer seit über einem Jahr an und begeistert uns als Gäste mit einer Tasse leckerem Kaffee zur Ankunft. Im Hotel gibt’s das nicht, fällt uns auf. Das Gästezimmer ist schön, das Bett voll in Ordnung und die Lage, wie erwähnt, ideal. Am nächsten Tag geben wir Silvio seinen Zimmerschlüssel zurück, dürfen uns noch an Cornflakes, Kaffee und spanischen Süßigkeiten aus seiner Küche bedienen und müssen uns dann, nicht ohne noch schnell in die italienische Kaffee-Tradition eingeweiht zu werden (die Espresso-Maschine nicht immer gleich reinigen… das verdirbt das Aroma!) verabschieden, es geht weiter.

Tolle Wohnungen entdecken und Zuhause fühlen

Die eigene Unterkunft in Sevilla. Klein, aber fein!
Die eigene Unterkunft in Sevilla. Klein, aber fein!

Eine Alternative zum Zimmermieten ist die eigene Unterkunft. Auch die kann bei AirBnB gemietet werden. Zur Verfügung steht euch dann generell eine ganze Unterkunft nur für euch, ein eigenes, kleines Reich. Eben eine solche haben wir für 40 Euro in Sevilla gebucht, erneut mitten im Stadtzentrum und genau dort, wo die Sevillanos in der viertgrößten Stadt Spaniens feiern. Der Vorteil einer eigenen Wohnung liegt auf der Hand. Ihr könnt eigentlich (fast alles) tun und machen was ihr wollt, habt eure eigene Wohnung und könnt euch wirklich fühlen wie die Einheimischen, was ein ganz neues, schönes Gefühl des Reisens mit sich bringt. Wir hatten das Glück und erhielten den Zuschlag bei Manuela aus Deutschland, die in Sevilla lebt und uns eine 1-Zimmer-Wohnung mit Dachterrasse vermietete. Die bei AirBnB gemieteten Unterkünfte sind meistens mit einer Küche ausgestattet, damit zur Selbstversorgung ideal und verfügen im besten Fall auch über W-LAN, was die weitere Reiseplanung enorm erleichtert.

AirBnB geht auch spontan

Doch AirBnB hat noch mehr Vorteile neben dem günstigen Aspekt, den tollen Locations und dem „heimischen Gefühl“. Die Übernachtungsplattform liefert auch noch Möglichkeiten, um einfach mal spontan irgendwo unterzukommen. Auch das testeten wir in Andalusien. Weil wir kurzfristig auf unserem Trip in Andalusien umdenken mussten, buchten wir nur 24 Stunden im Vorfeld eine Unterkunft über AirBnB. In unserer Anfrage an Cristina aus Granda schilderten wir unsere Problematik der fehlenden Unterkunft und bekamen auch rasch Antwort. Für 40 Euro gab’s dann auch in Granda, direkt am Fuße der Alhambra und mit nur 15 Minuten Fußweg zu dem UNESCO Weltkulturerbe eine Bleibe. Zwei Zimmer zur freien Entfaltung inklusive Abholung am „Sammelpunkt“ durch die Mutter der Gastgeberin, Maria, die nur spanisch spricht, allerdings Weltmeisterin im Expressionismus ist. Im wahrsten Sinne mit Händen und Füßen gab es mit ihr lustige „Gespräche“ und später von ihrer Tochter Cristina wertvolle Informationen zum Reiseziel. So soll das sein!

Fazit

AirBnB ist der Wahnsinn! In 10 Tagen Spanien nutzten wir im Oktober drei Möglichkeiten des Portals. Wir verbrachten eine Nacht in Malaga bei Silvio aus Italien und bekamen wertvolle Tipps der italienischen Kaffe-Tradition, durften in Sevilla eine 1-Zimmer-Wohnung inmitten des Stadtzentrums unser eigen nennen und testeten, inwieweit man auch spontan mit AirBnB noch ein Zimmer, beziehungsweise in diesem Fall gleich eine ganze Wohnung, bekommen kann. AirBnB jetzt unbedingt ausprobieren!