Hier ist sie, die Review zum Tearaway Bundle inklusive PS Vita. Der Fokus der Konzentration liegt dabei eindeutig auf dem Spiel, denn es ist einfach ein vollkommen gelungenes Meisterwerk. Aber eins nach dem anderen.

Beginnen wir mit dem breiten Preisspektrum. Wer bei SONYs Vita auf einen Einheitspreis hofft, der wird sich wundern. Die Preise für alle Bundles und Vitaversionen sind bei allen Anbietern unterschiedlich. So habe ich beispielsweise eine Wifi-Vita für 169€ zu Gesicht bekommen, im Versandhaus Amazon aber für selbigen Preis (Stand: 01.04.2014) das Bundle bekommen. Wer also möglichst günstig einkaufen möchte, der sollte Preise vergleichen. Höchstpreis für das Bundle sind 195€.
Im Bundle sind das namensgebende Spiel Tearaway und eine PS Vita in der Wifi Version erhalten, also keine mit 3G Unterstützung. Eine (benötigte) Speicherkarte ist nicht enthalten.

Kommen wir zunächst zur Konsole.

Die Vita:
Auch wenn eine Review der Konsole inzwischen überflüssig geworden sein sollte, so wollen wir sie doch auf keinen Fall unkommentiert lassen.

Die Verabeitung wirkt äußerst solide und ist nicht zu bemängeln. Allerdings bereiten mir die doch etwas schmächtigen Aktionstasten an der rechten Seite der Vita Sorgen. Ich hoffe sehr, dass sie SONYs Qualitätsstandard entsprechen und auch nach Jahren des Gebrauchs noch an Ort und Stelle verbleiben. Das wird die Zeit zeigen.

Vom Gewicht her ist die Vita beim ersten Halten für ihre Größe unerwartet leicht. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran und sie liegt auch sehr bequem in der Hand.
Sollte jemand Probleme damit haben, so kann er sich ein Zusatzgestell für die Vita kaufen, sodass sie einem Controller mit eingebautem Bildschirm ähnelt. Ich benötige dieses Zubehör jedoch nicht.

Der Bildschirm liefert gestochen scharfe Bilder ist angenehm groß. Zu klein ist er zweifelsfrei nicht.

Als Einstieg bekommt man ein spielerisches Tutorial präsentiert, in dem der Spieler direkt selbst Hand anlegen muss. Und das ist wörtlich gemeint! Die Vita erklärt direkt all ihre Vorzüge. In den Tutorials lernt der Nutzer die Bedienung des Touchscreens, des Touchpads auf der Rückseite der Vita, der Bewegungssensorik, des Mikrofons und natürlich der beiden Kameras.

Die Handhabung der Vita ist kinderleicht und alle Funktionen reagieren präzise. Nichts zu bemängeln!

Dennoch bleibt ein Kritikpunkt: Ein stärkerer Akku wäre schön gewesen. Die Vita ist bei vollem Akku nämlich nach vier oder fünf Stunden leergezockt. Da helfen auch ein Abstellen der Wifi Funktion und das Herunterstellen der Bildschirmhelligkeit nur bedingt. Dadurch wird das mobile Gaming auch wieder eingeschränkt.

Was bleibt ist noch das Speicherkartenproblem. Auch hier ist das Preisspektrum breit, weswegen sich ein Vergleich lohnt. Beispielsweise hatte ich in zwei unterschiedlichen Shops der Kette MediaMarkt folgende Auswahl:
Shop 1: 4GB Speicherkarte für 17,99€
Shop 2: 8GB Speicherkarte inkl. Gutscheincode für MotorStorm RC für 19,99€
(Stand 31,.03.2014)

Alles in allem ist die Vita jedoch einen Kauf wert. So schnell gebe ich die nicht wieder aus der Hand!

Kommen wir nun zu Tearaway:
Erster Eindruck: „*kreeiiiiiisch* Cuteness overload!!11!1!1“
Ähem, oder so ähnlich. Allerdings will ich das Spiel nicht als Kitschkanone sonder gleichen darstellen. Gehen wir also Schritt für Schritt durch.

Die Story:
Ihr spielt einen wahlweise männlichen oder weiblichen Kurier und überbringt ein Paket. An euch selbst. Tearaway erschafft nämlich einen Riss zwischen eurer Welt und der Spielwelt. Dadurch wird schon mal die Frontkamera gebraucht. Manchmal seht ihr euch selbst als Gesicht der Sonne, denn ihr seid ab jetzt diese Sonne. Charaktere innerhalb der Welt sprechen von euch als „dem Wesen“.
Durch die Verbindung sind allerdings einige böse „Schnipsel“ in die Welt gelangt, gegen die ihr euch behaupten müsst.

Die Grafik:
Sie wird am besten mit einem Wort beschrieben: Knuffig. Aber nicht kitschig, sodass das Spiel auch für gestandene Männer auf jeden Fall einen Blick wert ist. Und selbst wenn… Warum auch nicht?
Die Welt und alle Wesen in ihr bestehen aus Papier und sind auch daraus zusammengesetzt. Alles ist bunt, stimmig und kreativ. Ein echter Hingucker!

Die Musik:
Auch bei der Musik haben die Entwickler großartige Arbeit geleistet! Sie ist perfekt auf die Welten abgestimmt und erzeugt ein fesselndes und überzeugendes Ambiente.
Auch die Synchrostimmen der Sprecher sind sehr gut gelungen. Da kann sich auch die deutsche Sprachausgabe sehen lassen!

Das Gameplay:
Tearaways Herz und Seele ist das Gameplay. Das Spiel holt alles rauß, was die Vita zu bieten hat und setzt es regelmäßig ein. Weil ihr der Gefährte eures Kuriers seid, müsst ihr ihm natürlich auch mal unter die Arme greifen. Und das (fast) buchstäblich! Auf bestimmten Oberflächen könnt ihr mittels des hinteren Touchpads die Welt durchstoßen und räumt mit eurem Finger of Epicness kräftig auf. Schon möglich, dass ab und zu deswegen ein Schnipsel gegen den Bildschirm fliegt. Mit einem gekonnten Wisch ist der aber auch ganz schnell weggefegt. Ihr werdet also direkt in die Welt eingebunden und könnt sie beeinflussen. Deswegen müsst ihr bei dem ein oder anderen Puzzle selbst Hand anlegen – oder einen Finger.
Auch die Bewegungssensorik und die Kamera finden im Spiel Verwendung. Auf eine Nutzung des Mikrofons bin ich noch nicht gestoßen, allerdings soll auch das seine Verwendung finden.
Da die Spielwelt aus Papier besteht, gibt es selbstredend auch Bastelmöglichkeiten. So könnt ihr selbst Accessoires zusammenschnibbeln oder euch vorgefertigte Dekorationen kaufen, die ihr nach Belieben in der Größe ändern könnt. Manchmal sollt ihr NPCs etwas basteln, allerdings könnt ihr auch euren Kurier ein wenig aufpeppen.
Nach und nach bekommt ihr neue Fähigkeiten, die euch beim Erkunden der Welt helfen. Außerdem gibt es in jedem Level Geheimnisse zu entdecken!

Kleines Detail:
Recht früh bekommt ihr innerhalb des Spiels eine Kamera, die ihr benötigt um weiter zu kommen und um Geheimnisse zu entdecken. Allerdings könnt ihr in der Kameraperspektive auch umherlaufen. Wer die Welt also aus den Augen des Kuriers erkunden will und nicht aus der Sicht der dritten Person, der kann mit eingeschalteter Kamera in schicker Outlast Manier durch die Welt schreiten. Dadurch ist euer Kurier jedoch nicht mehr wehrhaft! Außerdem könnt ihr euch für Schnipsel -neben Accessoires für euren Kurier- weitere Filter und Aufnahmemodi kaufen und ein wenig damit experimentieren. Diese Schnipsel erhaltet ihr durch Besiegen der gleichnamigen Widersacher oder ihr findet sie frei herumliegend oder in Geschenken. Schnipsel sind eine Währung innerhalb des Spiels, ihr müsst (und könnt) also kein Echtgeld dafür aufwenden. Leider ist das heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

Generell ist Tearaway ein sehr schickes und spaßiges Adventure mit Puzzle und Jum&Run Charakter. Ihr werdet als Spieler auch immer zur Tat gedrängt und seid immer integriert.

Mein Fazit zum Spiel:
Auch wenn der Einstieg vielleicht nicht direkt den Suchtfaktor erregt, ich habe schon lange nicht mehr so ein fantastisches Spiel gespielt! Da wurde tatsächlich mit Liebe und Hingabe entwickelt. Die Spielmechaniken sind zahlreich und so gut verteilt, dass Tearaway gar nicht lanweilig sein kann, wenn man denn nach den ersten zehn Minuten vollkommen in seinem Bann ist. Meinem Gamerherzen tut es unbeschreiblich gut diese Perle in meinen Händen halten zu können und guten Gewissens kann ich sagen, dass Tearaway allein ein Grund für eine PS Vita ist.
Die Preise für das Spiel erstrecken sich von 9,99€ bis 19,99€. Ein absolutes Must Have für alle, die eine Vita bereits ihr Eigen nennen! 12 von 10 Punkten für Tearaway.