Echo_0Dass Kraftklub und Frei.Wild keine Freunde sind wurde schon letztes Jahr beim Echo bekannt. Dort performten die Chemnitzer zusammen mit Casper das Lied Songs für Liam. Eine Zeile daraus lautete: „…die Welt wär“ vielleicht besser – wie? – Frei.Wild endlich aufgelöst! Immer noch für Nazis kein go!
Doch gestern ging das ganze dann in eine neue Runde: Die Chemnitzer Gruppe verkündete auf Facebook, dass sie nicht mehr für den Echo in der Kategorie „Rock/Alternativ National“ nominiert sein wollen:
Wir haben unsere Plattenfirma gebeten, dafür zu sorgen, daß unsere Nominierung für den Echo in der Kategorie „Rock/Alternativ National“ zurückgezogen wird. Wir möchten nicht weiter in einer solchen Reihe genannt werden.Obwohl wir uns gefreut haben zusammen mit Mia., Die Toten Hosen, Unheilig, und Die Ärzte nominiert gewesen zu sein. Schade um die schöne Aftershowparty…

Auch die Berliner Gruppe MIA. machte via Facebook laut, dass sie nicht mehr nominiert sein wollen. Selbst Die Ärzte schrieben auf ihrer Homepage, dass für den Echo „mal wieder eine politisch fragwürdige Band nominiert“ wurde. Anfangs hieß es, die Regularien besagen, dass die Nominierung allein an den Plattenverkäufen festgemacht wird. Die Tiroler Gruppe Frei.Wild verkaufte im letzten Jahres mehr als 100.000 Einheiten ihres Albums „Feinde deiner Feinde„. Heute Abend kam es dann zur überraschenden Wende: Man wollte nicht, dass der Echo zum Schauplatz einer Diskussion um die politische Richtung Frei.Wilds wird. Darum griff man in die Regularien ein und nahm die Nominierung kurzerhand zurück. Kritiker werfen den Tirolern vor nationalistische Gedankengut zu verbreiten. Die Band selbst betont, sie lehne jegliche Art von Extremismus ab.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das ganze erst der Anfang einer Schlammschlacht ist und man in den nächsten Tagen bzw. auch beim Echo-Verleih noch einiges zu diesem Thema hören wird. Die Fanlager von Kraftklub und Frei.Wild bekriegten sich bereits letztes Jahr in den YouTube-Kommentaren wegen der oben genannten Zeile. Wir sind alle gespannt auf weitere Statements von Kraftklub und Co.