Wer kennt das Problem nicht? Man will sich neue Overear-Kopfhörer zulegen, doch will einerseits keine 300 Euro für Beats ausgeben, andererseits will man auch ein stylishes Model erwerben. Wir haben da ein Modell für euch getestet, welches dieses Problem lösen sollte, den „Hammo“ der Marke Noontec. Den Hammo gibt es in vier verschiedenen Farben: schwarz, weiß, blau und rot. Der Kostenpukt liegt bei ca 100 Euro.

Aussehen & Verarbeitung

Der Kopfhörer kommt in eier schlichten weißen Box auf der lediglich einige Produktinformationen abgedruckt sind. Im Inneren der Box findet man den Kopfhörer in einem Hartschalen-Case verpackt. In diesem Case befindet sich zudem das 3.5mm Aux-Kabel mit integriertem Mikrofon und Multifunktionsknopf. Dieses Kabel ist übrigens flach, nicht rund. Dadurch verknotet es sich nicht so einfach und passt sich besser dem Körper an. Im Übrigen hielt ich dieses „Anti-Verknotungs-Kabel“ zunächst für Schwachsinn. Aber es stimmt, dieses Kabel verknotet sich einfach nicht. Ob in der Hosentasche, im Rucksack oder einfach auf dem Schreibtisch: Es kommt kein Knoten zu Stande. Rein optisch erinnert das Modell einen an die Studio Beats von Dr. Dre. Jedoch sind die Hörer des Hammos eckig, die der Beats sind rund. Nimmt man den Kopfhörer in die Hand, bemerkt man, dass er ganz schön schwer ist. Doch das hohe Gewicht trägt lediglich zur Wertigkeit des Kopfhörers bei. Die Scharniere des Klappmechanismus sind aus Metall gefertigt, wodurch das Verstellen flüßig läuft und durchaus stabil die Einstellung behält. Das Ein- und Ausklappen der Hörer klappt wunderbar und bis auf ein kleines Geräusch beim Einrasten lautlos. Allein an der Verarbeitung der Scharniere merkt man, ohne auch nur eine Sekunde damit Musik gehört zu haben, dass der „Hammo“ ein unglaublich wertiges Produkt ist. Der Bügel der Kopfhörer liegt erstaunlich angenehm auf dem Kopf, da er von Innen mit einem sehr weichen Schaumstoff gefüttert ist. Ich als Brillenträger hatte bis dato bei all meinen Kopfhörern (Beats, Skullcandy, Sennheiser) das Problem, dass meine Ohren nach einer gewissen Tragezeit anfingen zu schmerzen, da der Kopfhörer meine Ohren auf meinen Brillenbügel drückte. Beim Hammo drücken die Hörer zwar auch auf meine Brille, da diese aber von einem unfassbar angenehmen Schaumstoffpolster umgeben sind, habe ich auch nach einigen Stunden keine Schmerzen.

Mikrofon

Das Mikrofon bringt meine Stimme laut meinen Freunden, mit denen ich via PS4 und iPhone gesprochen habe klar und deutlich rüber. Also eignet sich der „Hammo“ auch prima als Headset zum Skypen oder gemeinsamen daddeln an Spielekonsolen. Der Multifunktionsknopf ist auch ein sehr nettes Feature. Drücke ich einmal, kann ich das Lied starten bzw. pausieren. Drücke ich zweimal, so kann ich das Lied skippen. Halte ich den Knopf gedrückt, so aktiviert sich die Sprachsteuerung meines Handys. Der Knopf besteht aus Plastik, ist aber dennoch stabil und wertig an das Kabel gearbeitet.

Klangqualität

Ich muss sagen, dass ich zunächst sehr skeptisch war, da man selten schön anzusehende und vom Klang her gute Overear-Kopfhörer in dieser Preisklasse findet. Wie ich feststellen konnte war meine Skepsis unbegründet. Der Klang der Kopfhörer ist unglaublich klar und facettenreich. Und genau dieser Facettenreichtum hat mich fasziniert. Es ist wirklich so als würde man manche Lieder zum ersten Mal hören, da sie viel voller klingen, was nicht zuletzt am sehr guten und auch sehr klaren Bass liegt. Weder Hip-Hop, noch Rock, noch House stellen für den Hammo ein Problem dar. Ohne zu Mucken spielt dieser Kopfhörer Musik sämtlicher Genres mit einer ausgezeichneten Qualität dar. Im Übrigen kann man mit dem Hammo auch Filme bzw. Serien sehr gut schauen. Die Atmosphäre wirkt gerade bei einer bedrohlichen Stimmung sehr ergreifend, man fühlt förmlich wie der Bass durch den ganzen Körper wummert und kann zudem, wie der Protagonist all die kleinen Hintergrundgeräusche wahrnehmen.

Fazit

Wer auf der Suche nach stylishen, qualitativ hochwertig verarbeiteten und klanglich überragenden Kopfhörern zu einem moderaten Preis ist, der wird um den „Hammo“ von Noontec nicht rumkommen. Der Kopfhörer ist mit seinen knapp 100 Euro zwar nicht gerade billig, jedoch schlägt das Preis/Leistungsverhältnis das der großen und namenhaften Konkurrenz um Längen. Wer statt der Hammos zu den Beats greift, der will einfach 200 Euro mehr nur für den Namen ausgeben. Wer jedoch rational handelt wird zum Produkt der Firma Noontec greifen – und nicht enttäuscht werden!