[dropcap size=small]T[/dropcap]Titanfall. Das ist der Name des neuen Shooters aus dem Hause des Entwicklers Respawn und Publisher Electronic Arts, der vielen im Kopf geblieben sein dürfte, nachdem er sich auf der E3 2013 das erste Mal der Welt offenbarte. Seit dem ist viel Zeit vergangen, eine Menge Titanen aus dem Himmeln gefallen und just auch viele Beta-Tode gestorben. Es ist Zeit für ein kleines Zwischenfazit vor dem 13. März, dann erscheint Titanfall im Handel. 

[divider]Agil wie nie![/divider]

Beweglichkeit ist das Stichwort, denn selten war man in einem Shooter dermaßen agil wie in Titanfall. In der Beta war es zunächst eine wirkliche Umstellung, plötzlich so überall sein zu können. Überall das heißt, wir können nahezu jedes Gebäude via Wallrunning und Jetpack erklimmen und von dort aus handeln. Nichts scheint uns im Weg zu stehen und genau das ermöglicht unheimlich viele Möglichkeiten von A nach B zu gelangen, führt aber auch dazu, dass Titanfall wirklich ein schneller Shooter ist und wenn wir sagen schnell, dann meinen wir verdammt schnell – wohl schneller als Call of Duty.

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Kampf der ganz Großen: Zwei Titanen in Titnfall

Diese Tatsache wird auch davon getragen, dass in Titanfall keiner wirklich lange lebt. Die Sterblichkeitsrate ist Dank „wenig Leben“ ziemlich hoch geraten und so schießt man sich als Soldat nur so durch das Schlachtfeld und unterscheidet dabei nicht mal immer ganz so gut zwischen wirklichen Spielen und Bots. Letztere treiben nämlich auch ihr Unwesen auf den Multiplayer-Karten, von denen wir bereits zwei in der Beta anspielen durften. Die computergesteurten Gegner sorgen nicht unbedingt für viel Wirbel auf dem Schlachtfeld, beleben dieses aber durchaus und sorgen wiederum durch ihr Ableben dafür, dass ihr eure Titanen schneller rufen könnt.

[divider]Schön inszenziert[/divider]

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Nicht immer so unverwundbar wie man meint: Die Titans

Überhaupt hat Respawn viel Wert auf eine möglichst gute Inszenierung gelegt. Die Multiplayer-Gefechte fühlen sich überaus lebendig an, und das beginnt schon beim Tutorial. In diesem lernen wir, wie wir auf dem Schlachtfeld überleben und andere am Überleben hindert und zwar in ganz eigenen, geschlossenen Leveln. Hut ab, das sieht man heute nicht so oft! Aber auch in den wirklichen Gefechten tun über unseren Köpfen sausende Raumschiffe ihr Bestes, unser Multiplayer-Match zu einem packenden Krieg werden zu lassen. Diesen erleben wir aus der Ego-Perspektive bereits mit dem Verlassen unseres Raumschiffs, dem Absprung auf die Map und später auch beim Verlassen, wenn wir bei einer Niederlage unser Schiff erreichen müssen, das uns aus der Gefahrenzone bringt. Dies sind zwar alles nur nette Spielereien, machen das Geschehen aber wirklich ein wenig spritziger. 

[divider]Was bleibt?[/divider]

Aus der klassischen Sicht einer Shooter-Bewertung ist Titanfall letztlich jedoch ein recht normaler Shooter geworden. Anders als anfänglich angenommen, nehmen die Titanen im Gefecht nicht unbedingt einen derart mächtigen Standpunkt ein, da sie später einfach in Massen auftauchen und somit nicht die „überraschende Wendung“ im Kampf sind. Rufen wir unseren Titanen, können wir einsteigen und loslegen. So richtig unbesiegbar fühlt man sich in diesen gepanzerten Riesen-Robotern jedoch nicht, denn so wirklich viel aushalten können sie nicht. 

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Hervorstechen tut Titanfall durch seine nette Inszenzierung, die für einen Multiplayer mir bis dato in der Form nicht bekannt war. Der schnelle Spielstil erinnert an Quake, ermöglicht viele taktische Manöver und macht wirklich Spaß. Eine richtige Langzeitmotivation mag das Spiel an sich aber nicht so richtig entwickeln, auch wenn eine Menge Archievments darüber hinwegzutrösten versuchen. Die Grafik ist ganz nett, reißt aber nicht, wie eines Titanen würdig, die Bäume aus. Verbessert werden sollte noch die Möglichkeiten im Teamplay. Schmerzlich vermissen taten wir die farbliche Hervorhebung unserer Gruppenmitglieder – ein Anfängerfehler im Shooter-Geschäft.

Insgesamt scheint Titanfall ein wirklich netter Shooter zu werden, der sicherlich seine Spielerschar um sich versammeln wird. Ob der Vollpreis für den Titel gerechtfertigt ist, bleibt fraglich. Hierfür wird wohl auch die Singleplayer-Kampagne entscheidend sein. Diese konnten wir uns bislang noch nicht anschauen.

Titanfall erscheint am 13. März 2014 für PC und Xbox One.

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