weekend-am-wochenende-rapperWeekend ist also der nächste VBTler der nach EstA und BattleBoi Basti sein Album rausbringt. Vor einigen Wochen gab er bereits bekannt beim Indie-Label Chimperator (Cro, Die Orsons) gesigned zu haben und kündigte prompt seine Platte an. Zunächst möchte ich auf den Preis eingehen. Für 15 Euro gibt es die Standard-Edition mit 15 Tracks. Fairer Preis. Dann gibt es da noch die Box-Edition mit T-Shirt, drei Extrasongs, Instrumentals und Stickern für circa 30 Euro. Auch noch sehr fair. Zu guter Letzt gibt es dann noch die Limited Edition. Diese besteht aus den 15 Standardsongs und den 3 Extras mit Instrumentals und kostet satte 25 Euro. Wie ich finde eine kleine Schweinerei. Ja, ich will den Künstler unterstützen und alles, aber hätten es 17-18 Euro nicht auch getan? Ich meine hätte ich gewusst, dass diese Special Edition so teuer ist hätte ich mir lieber die Box geholt. Denn bei der Box kann man ja auch an dem „Weekend-battlet-für-dich“-Gewinnspiel teilnehmen (übrigens eine coole Sache!). Falls ihr euch fragt warum ich mich hier echauffiere und mir trotzdem die teurere Edition geholt habe, liegt das einfach an den Features der Bonustracks: FiST, Persteasy, donetasy und BattleBoi Basti! Somit kommen wir auch zum musikalischen. Albumstarter „Zurück dahin“ lässt einen direkt an die gute alte VBT-Zeit zurückdenken, besonders an die Runde gegen Kico, da das Intro das gleiche ist. „Keiner kann mich ansatzweise in nem Battle…“ In dem Lied geht es nämlich auch um die alten Zeiten in denen Weekend noch überhauptnicht fame war. Die nächste Anspielstation ist schon länger bekannt, da sie ein HDF von Aggro war. Selbstironisch berichtet Weekend, dass er eine „Geheime CD“ machen will und selbst entscheidet wem er sie gibt und wem nicht. Weekend wie er leibt und lebt. Auf „FCKWKND“ rappt Wiegand über seinen Tagesablauf und, dass er auf dem Boden geblieben ist.

„Sie behaupten, die Karriere gehe steil

Wovon redet Ihr da bloß? Ich versteh‘ nicht, was ihr meint

Ey, weder bin ich reich, noch gibt es irgend’ne Veränderung“ -Weekend, FCKWKND

Ein weiterer Track auf de Album trägt den Namen „Schatz, du Arschloch!“ und ist höchst unterhaltsam. Wenn man sagt, jedes Album hat so ein Liebeslied, dann ist „Schatz, du Arschloch!“ das Liebeslied dieses Albums. Weekend tut was er am besten kann und battlet seine Freundin in Grund und Boden. Für mich eins der Highlights dieses Werkes. Aber Weekend muss auch einstecken, wie sich das für einen guten Battlerapper gehört. Auf „Einer für Alle“ wird er nämlich von Dobbo und Emkay als arroganter, diktatorischer Typ mit Starallüren charakterisiert. Auch ein Track mit hohem Unterhaltungswert. „Z-Prominent„, einer der Bonustracks mit FiST, Persteasy und Dobbo. Meiner Meinung nach müsste es mehr dieser Tracks gegen. Da wird richtig deutlich gezeigt, wie sehr einen Fans nerven können und immer irgendwie Kontakt zu, in deren Augen, Prominenten herstellen wollen und diese mit ihrer, meist destruktiven, Meinung belästigen. Allein schon wenn man sich die Pinnwände von bekannteren Leuten ansieht, kann man das ja sehen. Oder, dass es sich manche Fans erdreisten ein T-Shirt für umsonst zu ergaunern. Der Track erinnert mich auch stark an Prinz Pi’s „Down Syndrom“ oder Trailerparks „Oer-Erckenschwick„.
Alles in allem ist „Am Wochenende Rapper“ ein gelungenes Album. Peet zaubert wie gewohnt richtig gute Beats, Weekend rappt da ordentlich drüber weg und auch die Wahl der Features ist sehr gelungen.