Ein neues Update, ein neuer veränderter Kommentarbereich und einiges an Diskussionen. Es dominiert die Meinung: Das Update ist schlecht, davor war es übersichtlicher. Andere vertreten die Meinung es wäre innovativ und die Veränderungen abzusehen. Ich für meinen Teil bin mit dem Update ganz zufrieden und erkläre euch jetzt mal warum.

Fangen wir jedoch zunächst mit dem Google+-Zwang an. Der Zwang ging hier an mir vorbei, da ich ohnehin bereits bei Google+ vertreten war. Wer Google+ vermeiden wollte kommt wohl nicht mehr darum herum. Verständlich, dass Google seine angeboten Dienste verknüpfen will. Ob durch diese Maßnahmen verstärkt Google+ User „gewonnen“ werden sollen ist ein berechtigter Vorwurf, der Spekulationen überlassen werden muss. Meine Angst ist, dass YouTube irgedwann zu einem Randfeature Google+’s wird. Negativ fallen zweifelsfrei ältere YouTube Kommentare auf, die vor dem Update entstanden sind. Die ehemaligen Unterhaltungen sind nun chronologisch nach Zeit geordnet, einzelne Antworten können nicht mehr via „Antwort auf …“ angezeigt werden und insgesamt kann man auf die älteren Kommentare weder eingehen, noch sie bewerten.

Dennoch sind jetzt deutlich mehr Interaktionsmöglichkeiten geboten. Man kann gezielt Leute in seinen Kommentaren markieren und die allseits beliebten Hashtags einfügen. Außerdem wurde (endlich) die 500 Zeichen Begrenzung entfernt. Perfekt für alle (mich eingeschlossen), die gerne etwas ausführlicher kommentieren. Das macht YouTube zwar mehr zu einem Social Network als zu einer Videoplattform, allerdings bietet es zweifelsfrei Möglichkeiten seine Freunde (von Google+) besser miteinzubeziehen.

Im Grunde war es das schon an Neuerungen. Der Rest geht wie gehabt von Statten, nur eben nach einer Umstellung. Ich ziehe meine Vorteile daraus und mir persönlich als Blogger-User gefällt, dass alle Google-Dienste mehr und mehr ineinander greifen. Ein Wort zu Google+ im Allgemeinen: Es ist definitiv anders, als gewohnte Netzwerke und kommt mir nach längerer Nutzungsdauer noch immer recht chaotisch vor. Man muss sich zweifelsfrei etwas länger einarbeiten, um das System schnell und in vollem Umfang nutzen zu können.

Ob Google damit jetzt nun tatsächlich User erzwingen wollte, muss ich im Raum stehen lassen. Ausschließen kann man es nicht und die Gelegenheit wäre günstig. Ich für meinen Teil profitiere von den Vernetzungen und mag die wenigen Neuerungen, auch wenn dadurch die älteren Kommentare auf der Strecke bleiben. Der Zwang ist natürlich etwas störend, aber es gab schon früher Vernetzungen. In Googles Politik all seine Dienste miteinander zu verknüpfen war das wohl unumgänglich. Fragt sich wer sich nach wem richten sollten: Googla nach den Usern oder ie User nach Google?

Was ist euer Standpunkt zum umstrittenen Update? Gebt uns doch mal Bescheid.